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„Die Klosett- und Kloakenmacher werden
niemals die Herren unseres Geistes sein”

James Joyce, Ulysses



Mit der Humboldtschen Bildungsreform erhielten die Universitäten eine humanistische Ausrichtung. Der Streit der Lehrmeinungen ist seitdem das bestimmende Merkmal im wissenschaftlichen Dialog. Da in dieser Reform Naturwissenschaften kaum eine Rolle spielten, tun sich technische Universitäten damit nach wie vor schwer. Da jedoch Probleme – unter anderem durch eine immer stärkere Spezialisierung der Wissenschaftsdisziplinen – nicht mehr von einer Disziplin alleine gelöst werden können, ist es heute umso wichtiger diesen akademischen Streit führen zu können.

Es geht dabei nicht dem Gegenüber die eigene Meinung aufzudrücken. Vielmehr begegnet man sich mit Respekt, versucht die unterschiedlichen Positionen zu verstehen und im besten Fall lernt man etwas für die eigene Arbeit. Es hilft nicht mit den Finger auf andere zu zeigen um sich selbst über den anderen zu erheben. Schließlich ist jede Wissenschaftsdisziplin auf ihre eigene Art und Weise arrogant. Man sieht es halt nur an den anderen deutlich. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass man keinesfalls besser ist.

Um als Absolventin oder Absolvent bestens gerüstet zu sein, ist es schon für Studierende erforderlich, zwei Dinge auseinanderhalten zu können: Meinung und Wahrheit. Ersteres ist der Glaube richtig zu handeln, Zweiteres eine unverrückbare Größe. Wer die eigene Meinung mit der Wahrheit verwechselt, wird nicht mehr in der Lage sein, einen Irrweg als solches zu erkennen. Mehr noch, sie oder er würde zu einer Last für die Mitmenschen und wird letztendlich gemieden. Eine Meinung zu haben ist gut. Sich bewusst zu sein, dass man nicht frei von Fehlern ist und Meinungen daher von Zeit zu Zeit hinterfragt werden müssen, eine Notwendigkeit im wissenschaftlichen Dialog. Diesen Dialog führen zu können, ist ein unerlässlicher Softskill – gerade an einer technischen Universität, ansonsten übernehmen BetriebswirtInnen alleine die Entscheidungen.


Und selbstverständlich retten wir die TU Graz – und dann die Welt.
Mit weniger geben wir uns nicht zufrieden.